Referenzen – Projekte

Hier finden Sie einen Auszug aus unseren Projekten.

METEAN – Projekte

METEAN als Monitor bei einer Studie zur Vitalparametererfassung

In den letzten Jahren boomt der Markt der Wearables regelrecht. Bislang ist jedoch wenig bekannt, wie gut die einzelnen Wearables die Vitalfunktionen des menschlichen Körpers während Alltagsbewegungen tatsächlich erfassen können. Aus diesem Grund befasste sich in der zweiten Jahreshälfte 2016 eine Studie der Abteilung Bildverarbeitung und Medizintechnik mit dieser Thematik. In dieser ging es darum verschiedene Vitalparameter mit Hilfe diverser tragbarer Geräte zu erfassen und die erzielten Ergebnisse mit Daten medizinischer Referenzgeräte zu vergleichen und die Qualität der erhobenen Daten zu bewerten. Das Medizintechnische Test- und Anwendungszentrum war in dieser Studie für die Ausarbeitung und Einreichung des Ethikantrags zuständig. Außerdem übernahm das METEAN die Aufgaben der Studienleitung sowie des Studienmonitors. In der Funktion des Monitors galt es unter anderem zu prüfen, ob alle Einverständniserklärungen der Probanden vorlagen, der definierte Studienplan und Aspekte des Datenschutzes für personenbezogene Daten eingehalten wurden. Die durchgeführten Untersuchungen tragen dazu bei Grenzen und Chancen der neuen Technologien aufzuzeigen und zugleich Ideen für neue Anwendungsfelder zu generieren.

Evaluation technischer Assistenzsysteme in Musterwohnungen

Es wurden in Musterwohnungen insgesamt drei Hausautomatisierungs- bzw. AAL-Systeme installiert und innerhalb eines Projektes auf Vollständigkeit, Funktionalität und Zuverlässigkeit getestet und bewertet. Im Auftrag prüfte das METEAN die definierten Anforderungen und die Umsetzung der Funktionalitäten. Zudem wurden die einzelnen Systemkomponenten unter anderem im Hinblick auf ihre Zweckbestimmung, Referenzwerte und Toleranzen geprüft, um deren Zuverlässigkeit und Stabilität einschätzen zu können. Die Beurteilung erfolgte nach vordefinierten Kriterien und Usecases (Szenarien) auf Basis eines System- sowie Usabilitytests.

Projekt INSYDE – Intelligentes Pflegesystem für die Prävention und Behandlung von Dekubitus

In dem Projekt INSYDE wird ein Pflegebett entwickelt, welches mittels Sensoren und Aktoren die Druckverteilung des Patienten variiert, um die Ausbildung von Dekubitusgeschwüren zu vermeiden. METEAN begleitet das Projektkonsortium bei regulatorischen Fragestellungen während der Entwicklung, schult das Konsortium und stellt dem Konsortium standardisierte Dokumentationstools zur Verfügung.

Betreuung eines Entwicklungsprojektes

METEAN unterstützte ein Forschungskonsortium bei der Einführung von Enwicklungsprozessen und der Umsetzung der technischen Dokumentation, um nach dem Projektabschluss die Überführung in ein vermarktbares Medizinprodukt zu beschleunigen.

Datenschutz und Datensicherheit im Praxisnetz Nürnberg Süd e. V.

Aufbauend auf Vorarbeiten des METEAN sowie der Fraunhofer-Institute IIS in Erlangen und IDMT in Ilmenau wurde im Auftrag des Praxisnetzes Nürnberg Süd e. V. eine Untersuchung zum Sicherheitskonzept sowie zum Datenschutzkonzept des Praxisnetzes bei Erfassung, Bearbeitung, Speicherung und Übermittlung personenbezogener Daten durchgeführt (Evaluation). Darüber hinaus wurden wichtige Hinweise zur Verbesserung der Daten- und IT-Sicherheit unter Berücksichtigung der anstehenden Veränderungen im Gesundheits- und Sozialwesen erarbeitet. Zudem wurde eine Handlungsempfehlung hinsichtlich der Umsetzung potenziell verpflichtender medizinprodukterechtlicher und gesetzlicher Vorschriften geliefert.

Prozessanalyse OP – Einsatzgebiet Ophthalmologie

Eine mögliche Prozessoptimierung zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Patientenversorgung ist seit längerem ein Forschungsthema des Fraunhofer IIS. Im Rahmen dieses Projekts wurden mehrere Einrichtungen zum Prozessablauf bei Katarakt-Operationen befragt sowie im Rahmen von Hospitationen begleitet. Der Fokus der Befragung lag auf einer möglichen Verbesserung von Arbeitsabläufen, um diese effizienter zu gestalten und den OP-Teams einzelne Arbeitsschritte, unter anderem im Hinblick auf ergonomische Gesichtspunkte, zu erleichtern.

Datenerhebung zur Pulswellenanalyse

Ziel dieses Projekts ist die Identifikation von charakteristischen Eigenschaften der Pulswelle, aus denen ein sog. Risikoscore (ähnlich den klassischen Risikoscores wie z. B. PROCAM, Framingham) als Maß für die personalisierte Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Krankheit berechnet werden kann. Diese Wahrscheinlichkeit ist vom Zustand (z. B. Cholesterinwerte, Blutdruckwerte oder Rauchen) des individuellen Herz-Kreislauf-Systems und damit von diversen Einzelfaktoren abhängig. Diese Faktoren bleiben jedoch nicht über Jahre hinweg konstant, sondern unterliegen jeweils gewissen Schwankungen. Daher müssen diese Messwerte nicht repräsentativ für vergangene Jahre sein und könnten somit sogar verfälschend sein. In diesem Projekt wird eine Methode evaluiert, bei der durch Analyse der Pulswellenkurve ein aktueller und zuverlässiger Zustand des Herz-Kreislauf-Systems bestimmt werden kann. An 40 Probanden aller Altersklassen wurden die Werte der klassischen Risikoscores mit den Messergebnissen der Pulswellenanalyse (z. B. Laufzeit, Augmentationsindex, Herzrate) verglichen. Es wurde ein Algorithmus entwickelt, der eine Wahrscheinlichkeit berechnet in den nächsten zehn Jahren eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen.

Anwendungsbeobachtung KARDIKOM Wireless

KARDIKOM Wireless ist ein sog. Holter-System für das Monitoring von Biosignalen bzw. Vitaldaten (z. B. EKG, Atmung, Pulsoximetrie, Bewegung). Die erhobenen Daten werden für weiterführende Analysen und zur Dokumentation auf einer microSD-Speicherkarte gespeichert und über ein Smartphone mittels Mobilfunktechnologie in Echtzeit an einen Server übertragen. KARDIKOM Wireless wurde gemäß Anhang II der Richtlinie 93/42/EWG als Medizinprodukt zertifiziert. Im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung wurde das System an 53 weiblichen und männlichen, mindestens 30 Jahre alten Probanden für 24 Stunden in deren alltäglichem Umfeld erprobt und anhand eines Fragebogens bewertet. Dabei ergab sich über alle Bewertungskriterien eine Durchschnittsnote von 2,8 (entsprechend dem schulischen Notensystem). Das Sensorsystem soll sowohl für die Primärprävention als auch zur außerklinischen Nachsorge im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt bzw. zur Sekundärprävention eingesetzt werden.